ISO 27001 und KI-Telefonlösungen: Standards für höchste Sicherheit

Einleitung: Warum dieses kryptische Kürzel wichtig ist

ISO/IEC 27001. Für die einen ist es nur eine Nummer, für IT-Sicherheitsverantwortliche ist es der Heilige Gral. Es ist die weltweit führende Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS).

Warum sollte das einen Zahnarzt oder Handwerker interessieren, der einen KI-Rezeptionisten sucht? Weil Sie Ihre Daten aus der Hand geben. Sie lagern Ihre „Telefonzentrale“ in die Cloud aus. ISO 27001 ist das einzige global anerkannte Siegel, das Ihnen garantiert: „Hier wird nicht gepfuscht. Hier gibt es Prozesse, Kontrollen und Audits.“

Lesen Sie, wie diese Norm sicherstellt, dass Ihr KI-Assistent keine Plaudertasche ist.

ISO 27001 ist kein Technik-Test, sondern ein Management-System

Räumen wir ein Missverständnis aus: ISO 27001 besagt nicht nur „Die Firewall ist gut eingestellt“. Es besagt: „Das Unternehmen hat das Thema Sicherheit im Griff – von der Chefetage bis zum Pförtner.“

Es basiert auf dem PDCA-Zyklus:

  • Plan: Risiken erkennen (z.B. Serverausfall).
  • Do: Maßnahmen umsetzen (z.B. zweites Rechenzentrum mieten).
  • Check: Überprüfen, ob es funktioniert (Test-Ausfall simulieren).
  • Act: Verbessern.
  • Konkrete Controls (Maßnahmen) für KI-Telefonie

    Der Standard umfasst den „Annex A“ mit konkreten Kontrollen. Hier einige Beispiele, wie wir sie bei kirezeptionist.de leben:

    A.12.3 Kryptographie (Verschlüsselung)

    Die Norm fordert Richtlinien für den Einsatz von Krypto-Verfahren.

    Bei uns: Wir nutzen keine veralteten Standards (kein SSL, kein MD5), sondern nur TLS 1.2+ und SHA-256. Schlüssel werden regelmäßig rotiert („Key Rotation“).

    A.15 Lieferantenbeziehungen

    Ein KI-Anbieter ist nur so sicher wie seine Sub-Dienstleister.

    Bei uns: Wir prüfen unsere Hosting-Partner (AWS, Hetzner, Telekom) rigoros. Fordert ISO 27001, dass wir nur mit zertifizierten Partnern arbeiten? Ja. Wenn OpenAI Daten verarbeitet, prüfen wir deren SOC2/ISO-Zertifikate.

    A.9 Zugriffssteuerung

    Wer hat den Generalschlüssel?

    Bei uns: Es gilt das „Need-to-Know“-Prinzip. Ein Entwickler hat keinen Zugriff auf die Live-Datenbanken der Kunden, es sei denn, es gibt einen dokumentierten Notfall-Ticket-Prozess („Break Glass Procedure“).

    A.17 Business Continuity Management (BCM)

    Was passiert, wenn der Blitz einschlägt?

    Bei uns: Wir haben Notfallpläne. Fällt das Rechenzentrum Frankfurt aus, schwenkt der Traffic automatisch nach Berlin oder Paris. Ihre Erreichbarkeit bleibt bestehen.

    Warum „ISO-konformes Rechenzentrum“ NICHT reicht

    Viele Anbieter tricksen: „Unsere Server stehen in einem ISO 27001 Rechenzentrum.“

    Das ist Augenwischerei. Wenn das Rechenzentrum sicher ist, aber der Anbieter das Passwort „123456“ für seine Admin-Konsole nutzt, sind Ihre Daten trotzdem weg.

    Wichtig: Der Dienstleister selbst (also kirezeptionist.de) muss sicher arbeiten. Fragen Sie: „Sind Ihre eigenen Prozesse sicher, nicht nur die des Hosters?“

    Vertrauen ist gut, Audit ist besser

    Ein ISO-Zertifikat bekommt man nicht geschenkt. Es muss alle 3 Jahre erneuert werden, mit jährlichen Überwachungsaudits durch externe Prüfer (TÜV, DEKRA etc.). Das zwingt Unternehmen dazu, das Sicherheitsniveau permanent hochzuhalten.

    Fazit

    Wenn Sie Preise vergleichen, schauen Sie auf das ISO-Logo. Ein zertifizierter Anbieter mag 5% teurer sein, aber er erspart Ihnen das Risiko, dass Ihre Kundendaten morgen im Darknet landen – ein Schaden, der in Euro gar nicht zu beziffern wäre.

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